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Hyperdontie: Was tun bei überzähligen Zähnen im Mund?

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Die Hyperdontie bezeichnet eine Zahnüberzahl, die meist im bleibenden Gebiss auftritt. Was sind die Ursachen, Probleme und mögliche Behandlungsansätze?

Zahnärztin überprüft Röntgenbild
Die Diagnose wird oft mit Hilfe eines Röntgenbildes bestätigt.

Der Fachbegriff Hyperdontie (auch: Hyperodontie) beschreibt in der Zahnmedizin das Phänomen überzähliger Zähne oder zahnartiger Gebilde.

Es kann alle Zahngruppen betreffen und sowohl beim Milchzahngebiss als auch bei den bleibenden Zähnen auftreten. Beim Milchzahngebiss kommt die Anomalie jedoch deutlich seltener vor.

Idealerweise werden die überzähligen Zähne bereits im Kindesalter chirurgisch entfernt – im Erwachsenenalter ist eine Operation nicht immer notwendig.

In einigen Fällen müssen die Zähne anschließend mit einer Zahnspange stabilisiert werden. Hier können auch unsichtbare Zahnschienen für eine diskrete Zahnkorrektur zum Einsatz kommen.

Weitere Informationen zum Thema Hyperdontie und deren Ursachen, Symptome und Behandlung finden Sie in diesem Artikel.

Zu viele Zähne im Mund: Was genau ist eine Hyperdontie?

In der Regel verfügen Kinder über 20 Zähne im Milchgebiss und Erwachsene über 28 Zähne plus vier Weisheitszähne im bleibenden Gebiss. Wann immer die Zahnanzahl höher ist, spricht man von einer Hyperdontie (engl.: hyperdontia).

Zu viele Zähne im Mund können den Durchbruch weiterer Zähne verhindern und auf diese Weise Zahnfehlstellungen verursachen. Dies ist sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen möglich – grundsätzlich kommt die Hyperdontie im Milchgebiss jedoch deutlich seltener vor.

Hyperdontie auf dem Röntgenbild
Oft handelt es sich bei der Hyperdontie nur um einen zusätzlichen Zahn.

Auch eine stark erhöhte Anzahl an Zähnen ist eher selten. Meist handelt es sich um einen einzigen zusätzlichen Zahn, wenn der Zahnarzt eine Hyperdontie diagnostiziert.

Das Gegenteil einer Hyperdontie ist eine Hypodontie. Hierbei handelt es sich um eine Zahnunterzahl, die weit häufiger vorkommt.

Was können die Folgen sein?

Durch die Hyperdontie können verschiedene Zahnfehlstellungen verursacht werden, am häufigsten ist dabei der Zahnengstand. Dieser beeinträchtigt die tägliche Zahnpflege und erschwert außerdem die gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume.

Eine weitere Folge der Hyperdontie können schief wachsende Zähne sein, die die empfindliche Schleimhaut im Mund kontinuierlich reizen.

Beides geht häufig mit Zahnfleischentzündungen einher, die im schlimmsten Fall zu einem Verlust von gesunden Zähnen führen können. Auch Schwierigkeiten beim Sprechen oder Kauen sowie Schmerzen sind keine Seltenheit.

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Welche Arten der Hyperdontie gibt es?

Es gibt verschiedene Arten der Hyperdontie, die jeweils unterschiedliche Behandlungsansätze benötigen. Zunächst ist es jedoch wichtig, das Erscheinungsbild der überzähligen Zähne korrekt einzuordnen.

Hier unterscheidet die Zahnmedizin zwischen eumorph und dysmorph. Eumorphe Zähne sehen dabei aus wie natürliche Zähne. Als dysmorph werden dagegen Zähne bezeichnet, die zum Beispiel durch Verwachsungen mit bestehenden Zähnen eine untypische Form aufweisen.

Weiterhin wird zwischen drei Formen der Hyperdontie unterschieden:

  • Mesiodentes: Der Zapfenzahn (auch: Mesiodens) macht mehr als die Hälfte aller Hyperdontie-Fälle aus und ist somit besonders häufig. Es handelt sich hierbei um einen fehlgebildeten Schneidezahn zwischen den oberen, mittleren Schneidezähnen. Dieser besitzt keine Schneidekante und ist rundlich geformt.
  • Paramolaren: Bei Paramolaren handelt es sich in erster Linie um einwurzelige Zähne im Oberkiefer. Diese liegen zwischen den Backenzähnen (Molaren) und sind häufig mit ihnen verwachsen.
  • Distomolaren: Distomolaren wachsen quasi als zweite Weisheitszähne hinter den tatsächlichen Weisheitszähnen. Nicht selten sind sie im Bereich der Wurzeln mit den eigentlichen Weisheitszähnen verwachsen.
Zahnwissen von A-Z! In diesem Video erfahren Sie, was Hyperodontie ist. Weitere Informationen im Dental-Lexikon: https://www.360gradzahn.de/lexikon/ – – – – – – – – – – – – PRAXIS-WEBSEITEN Zahnarzt https://www.360gradzahn.de/ Kinder & Jugendliche https://www.360gradmilchzahn.de/ Kieferorthopädie https://www.360gradzahnspange.de/ Karriere-Portal https://www.360gradzahn-karriere.de/ – – – – – – – – – – – – SOCIAL MEDIA https://www.facebook.com/360zahn https://www.instagram.com/360_grad_zahn/ https://www.youtube.com/user/360gradzahn – – – – – – – – – – – – Praxismarketing durch: Maynert Online Marketing GmbH https://praxismarketing.digital​

Was ist die Ursache einer Hyperdontie?

In den meisten Fällen ist die Hyperdontie genetisch bedingt. Die Zahnfehlstellung wurde etwa angeboren oder vererbt. In einigen Fällen sind allerdings auch Entwicklungsstörungen wie Hyperaktivität der Zahnleiste während der Zahnentwicklung oder Zahnkeimspaltungen die Ursache.

Typische Krankheiten, die eine Hyperdontie verursachen können, sind unter anderem Lippen-Gaumenspalten und das Klippel-Feil-Syndrom.

Etwa jeder 50. Erwachsene ist von Hyperdontie betroffen. Die Anomalie betrifft dabei etwas mehr Männer als Frauen.

Was ist eine unechte Hyperdontie?

Bei einer sogenannten unechten Hyperdontie tritt ein bleibender Zahn aus dem Zahnfleisch hervor, ohne dass der Milchzahn verloren geht. In der Regel liegt die Ursache hierfür in einer Verlagerung des bleibenden Zahns.

In sehr seltenen Fällen ist es außerdem möglich, dass ein Tumor die Bildung neuer Zähne verursacht. Es handelt sich dabei um ein Teratom, das meist angeboren ist und sich aus Stammzellen entwickelt.

Reift diese Art von Tumor aus, kann sie die Form eines Organs annehmen, das einem gesunden Organ zum Verwechseln ähnlich sieht. Es wächst dann dort ein Zahn, wo eigentlich keiner sein sollte. Das Teratom kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auftreten.

Welche Möglichkeiten der Hyperdontie Behandlung gibt es?

Eine Hyperdontie wird beim Zahnarzt meist anhand einer Blickdiagnose festgestellt. Vor allem bei Jugendlichen werden überzählige Zähne aber in einigen Fällen nur durch Zufall erkannt – beispielsweise im Rahmen einer routinemäßigen Röntgenaufnahme.

Hyperdontie auf dem Röntgenbild
Das Röntgenbild bietet dem Zahnarzt tiefere Einblicke in den Kiefer.

Die Diagnose kann durch Röntgenaufnahmen des Gebisses zusätzlich abgesichert werden. Hier sieht der Zahnarzt genau, welche Zähne betroffen sind und kann gegebenenfalls noch nicht durchgebrochene Zähne identifizieren.

Wann immer die Hyperdontie einen Zahnengstand verursacht, ist eine Behandlung unvermeidlich. Nicht außer Acht zu lassen ist außerdem der ästhetische Aspekt, der sich nicht nur bei jungen Erwachsenen negativ auf das Selbstbewusstsein auswirken kann.

Für die Hyperdontie gibt es unterschiedliche Behandlungsansätze. Über die geeignete Vorgehensweise entscheidet der Zahnarzt anhand verschiedener Faktoren wie Zahnzustand, Gebissstellung und Beschaffenheit der Kieferknochen.

Wenn die Hyperdontie bereits im Kindesalter festgestellt wird, empfiehlt der Zahnarzt in der Regel eine chirurgische Entfernung der überzähligen Zähne. Auf diese Weise kann eine fehlerhafte Gebissentwicklung verhindert werden.

Bei Erwachsenen wird dagegen von einem chirurgischen Eingriff abgeraten, sofern keine Symptome oder Schmerzen auftreten. Nur wenn der überzählige Zahn andere Zähne beeinträchtigt oder nicht richtig ausgebildet ist, kann eine Operation notwendig sein.

Im Anschluss an den chirurgischen Eingriff werden die Zähne häufig mithilfe einer festen Zahnspange oder unsichtbaren Zahnschienen stabilisiert und begradigt.

Welche Probleme können bei der Behandlung auftreten?

Im Anschluss an die Operation sind Schwellungen nicht ungewöhnlich. Diese gehen jedoch in der Regel in ein bis drei Tagen zurück. Häufig verschreibt der Kieferchirurg nach der Behandlung ein Schmerzmittel.

Infektionen nach dem Eingriff sind eher selten. Sollte es dennoch dazu kommen, können diese mit Antibiotika gut behandelt werden. Zu den weiteren möglichen Komplikationen zählen Nachblutungen, eine gestörte Wundheilung oder die Verletzung von Blutgefäßen.

Grundsätzlich gilt: Je früher die Hyperdontie diagnostiziert wird, desto unkomplizierter verläuft die Behandlung. Werden die überzähligen Zähne dagegen erst sehr spät erkannt, kann die Anomalie in einigen Fällen nur eingeschränkt oder gar nicht behandelt werden.

Hyperdontie Behandlung mit unsichtbaren Zahnspangen

Insbesondere nach der chirurgischen Entfernung der überzähligen Zähne ist es notwendig, das Gebiss mithilfe einer Zahnspange zu stabilisieren. Wenn Sie dabei direkt an unschöne Drähte und Brackets im Mund denken, haben wir hier eine gute Alternative für Sie.

Invisalign Aligner
Aligner sind für Außenstehende nahezu unsichtbar.

Nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Jugendlichen und älteren Kindern ist eine Hyperdontie Behandlung mit unsichtbaren Zahnschienen in vielen Fällen möglich. Ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten beispielsweise die durchsichtigen Zahnspangen von Dr Smile.

Die sogenannten Aligner sind komplett durchsichtig und somit nahezu unsichtbar. Auf diese Weise garantieren sie eine vollkommen diskrete Zahnkorrektur, wodurch sie besonders bei Erwachsenen sehr beliebt sind.

Die Schienen müssen täglich mindestens 22 Stunden getragen werden und sollten nur zum Essen und für die Zahnpflege herausgenommen werden.

Lediglich in einigen schweren Fällen stoßen Aligner an ihre Grenzen. In diesem Fall wird Ihnen Ihr Zahnarzt oder Kieferorthopäde raten, auf eine feste Zahnspange oder eine alternative Therapie zurückzugreifen.

Fazit zum Thema Hyperdontie und deren Behandlungsmöglichkeiten

Wie bereits erwähnt, sollte die Hyperdontie möglichst schon im Kindesalter behandelt werden. Doch auch wenn Sie als Erwachsener betroffen sind, ist eine Behandlung in vielen Fällen möglich.

Frau lächelt mit weißen Zähnen
Unsichtbare Aligner können die meisten Fehlstellungen beheben.

Wenn der überzählige Zahn andere Zähne beeinträchtigt, nicht richtig ausgebildet ist, Probleme oder Schmerzen verursacht, sollten Sie das Thema keinesfalls auf die lange Bank schieben.

Erkundigen Sie sich deshalb schnellstmöglich bei Ihrem Zahnarzt nach Behandlungsmöglichkeiten, die für Sie infrage kommen. Klären Sie auch ab, ob Sie die Kosten für eine eventuelle Nachbehandlung mit einer Zahnspange selbst tragen müssen.

Doch auch wenn das der Fall ist, sollten Sie sich nicht abschrecken lassen. Viele Zahnbehandlungen – insbesondere die Zahnkorrektur mit den unsichtbaren Zahnschienen von Dr Smile – können problemlos in niedrigen monatlichen Raten bezahlt werden.

FAQs zum Thema Hyperdontie

Kann ein zusätzlicher Zahn im Gaumen wachsen?

Hin und wieder wächst bei Kindern ein zusätzlicher Zahn im Gaumen. Dieser sogenannte Mesiodens kann unter Narkose oder Sedierung relativ unproblematisch entfernt werden.

Zähne im Gaumen können unterschiedliche Positionen, Größen und Formen aufweisen – besonders leicht lassen sich einwurzlige Zähnen entfernen.

Was ist ein Zwillingszahn?

Zwillingszähne sind doppelt angelegte, bleibende Zähne, die teilweise oder komplett miteinander verschmolzen sind. Sie können als breiter Zahn durchbrechen, wenn die Zahnkronen zusammengewachsen sind.

Doppelte Zahnreihe – was tun?

Eine doppelte Zahnreihe bezeichnen Zahnärzte auch als Haigebiss. Hier fallen die Milchzähne nicht heraus, obwohl die bleibenden Zähne bereits nachkommen. Es entsteht eine zweite Zahnreihe.

Oft wird in diesen Fällen zunächst abgewartet. Nur wenn die bleibenden Zähne beim Durchbruch behindert werden, sollten die Milchzähne extrahiert werden.

Hyperdontie: Was tun bei überzähligen Zähnen im Mund?
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Autor des Artikels
Franziska arbeitet hauptberuflich als Bloggerin und Online Redakteurin. Sie ist spezialisiert auf das Thema Zahngesundheit und unterstützt Dentaly.org seit 2020.
Quellen

ZM-Online.de: Ein besonderer Fall von Hyperdontie. Abgerufen am 25.05.2022

Flexikon.DocCheck.com: Hyperdontie. Abgerufen am 25.05.2022

ZM-Online.de: Überzählige Zähne im Ober- und Unterkiefer. Abgerufen am 25.05.2022