Informationen rund um das Zahnimplantat

Schönes Lächeln dank Zahnimplantat oder allgemein gesprochen Implantat.
Endlich wieder herzlich lachen und kräftig zubeißen können!

Ein verlorener Zahn kann einen Patienten ganz schön hart treffen, aber ein Zahnimplantat kann dank moderner Implantologie für eine höhere Lebensqualität beim Patienten sorgen.

Warum?

Rein optisch sehen Implantate geradezu echt aus und sie funktionieren über sehr viele Jahre hinweg.

Wir geben Ihnen in diesem Artikel einen Wegweiser an die Hand, der Sie über Implantatkosten, Ablauf und die verschiedenen Arten aufklärt. Wir beschreiben welche Faktoren den Preis bestimmen und was man alles beachten sollte.

Zahnimplantat Kosten im Überblick

Von der Optik und der perfekten Stabilität begeisterte Patienten stellen immer die gleiche Frage: „Was kostet ein Zahnimplantat?“. Die Kosten können leider nicht pauschal festgelegt werden, denn mehrere Faktoren bestimmen den Preis der Gesamtbehandlungskosten.  Spezielle Voruntersuchungen und Diagnostikverfahren zur Befundaufnahme, Knochenaufbau und Spezialwünsche zur Ästhetik sind alles weitere Kostenfaktoren.

Die folgenden Punkte sind maßgeblich zur Bestimmung der Implantatkosten:

  • Material des Implantats
  • Anzahl der verwendeten Implantate: Die Anzahl ist ausschlaggebend, denn je mehr Implantate, desto höher die Behandlungskosten. Natürlich sinken die Kosten pro Implantat mit steigender Anzahl.
  • Art des angewandten Verfahrens
  • Arbeitsaufwand und Schwierigkeitsgrad beim Eingriff
  • Marke/Hersteller des Materials: Die Laborkosten zur Herstellung von Prothesen, Brücken und Zahnkronen variieren stark pro Land. Oft lassen Zahnärzte den Zahnersatz in ausländischen Labors preisgünstiger anfertigen.
  • Zusätzlicher Knochenaufbau: Die Behandlung findet vor dem Implantieren statt. Hier stehen verschiedene Verfahren und Materialien zur Auswahl. In diesem Bereich lohnt sich der Kostenvergleich
  • Kosten des Operateurs
  • Kosten für den auf dem Implantat getragenen Zahnersatz
  • Individueller Status der Krankenversicherung des Patienten. Eine Zahnzusatzversicherung ist gerade bei Implantaten zu empfehlen.
Kostenfaktoren Einzelne Posten Preisspanne
Knochenaufbau Abhängig von Methode der Knochenimplantation: Angefangen von einem Knochenspan aus dem Weisheitszahn bis hin zur Beckenkammtransplantation mit Krankenhausaufenthalt 60-5000 €
Befundaufnahme Die Befundaufnahme erfolgt mittels unterschiedlicher Diagnostikverfahren 150-350 € pro Kiefer
Voruntersuchung Mithilfe des digitalen Volumentomographen (DVT) werden 3D-Bilder angefertigt, auf denen Nervenbahnen, Kieferknochen und die individuelle Zahnsituation präzise dargestellt werden 300-400 €
Einzelzahnimplantat Frontzahnbereich Oberkiefer 2000-3400 €
Titanimplantat Titan wird sehr oft verwendet in der Implantation Einzelimplantat: Seitenzahn Oberkiefer 1750-2800€, Frontzahn Oberkiefer 2000-3400€
Keramikimplantat Keramik (Zirkonoxid), wird vor allem im Frontzahnbereich verwendet. Die metallfreie Zahnlösung Einzelzahnimplanta: Frontzahnbereich 2.600 – 3.600 €, Seitenzahnbereich mit 2.200–3.500 €
Sofortimplantat Ein Sofortimplantat benötigt nur 6-8 Wochen Einheilzeit Die Einzelzahn-Frontzahn-Implantation liegt durchschnittlich bei 2.500 Euro
2 Implantate plus Brücke Ein berühmtes Beispiel ist die dreigliedrige Brücke, die auf 2 Implantate aufgebracht wird. Ab 4.000 €
Implantat für den zahnlosen Kiefer Je nach Material und auch Zahnarzthonorar liegen die Gesamtkosten: 8000€ - 15.000€ pro Kiefer

Was ist ein Implantat?

Als Zahnimplantat bezeichnet man einen künstlichen Zahnersatz, der zum dauerhaften oder provisorischem Verbleib in den Kiefer eingesetzt wird. Zahnimplantate ersetzen ZahnwurzelnKronenBrücken, oder Verankerungselemente von Prothesen können mit der künstlichen Wurzel solide befestigt werden. Hierzu wird das Implantat in den meisten Fällen mittels Schraubgewinde in den Kieferknochen eingedreht.

Innerhalb von 3 bis 6 Monaten verbindet sich der Zahnersatz mit dem umgebenden Knochen zu einer sehr festen und belastungsfähigen Trägereinheit, was auch als Osseointegration bezeichnet wird. Die chirurgische Insertionstechnik bestimmt die Form des Implantates. Das aus dem Kieferknochen herausragende Implantatteil wird Abutment genannt. Die Suprakonstruktion ist der Zahnersatz, der auf das Abutment gesteckt wird. Implantate bestehen in der Regel aus Titan, Keramik oder gar Kunststoff. Keramik wird gerne im Frontzahnbereich eingesetzt.

Aufbau eines Implantates:

  • Ennosaler Teil: Implantatkörper
  • Abutment: Das Aufbauteil ist die Verbindung zwischen Implantatkörper und Suprakonstruktion
  • Suprakonstruktion: Die sichtbare Implantat Krone. Der Aufbau sollte festsitzend sein: Siehe auch Einzelkronen oder Brücken

Was an Zahnimplantat-Kosten Krankenkasse zahlt

Bei Implantaten erhalten gesetzlich Versicherte in Deutschland seit dem Jahr 2005 einen Zuschuss, welcher die Hälfte der jährlich neu festgelegten Kosten für eine Basisversorgung abdeckt. Der Zuschuss wird als sinnvoll angesehen, weil durch die Langlebigkeit der Zahnimplantate wenig Probleme auftauchen und zukünftige Behandlungskosten gespart werden können.

Das Implantat setzen ist im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs jedoch eine reine Privatleistung. Festzuschuss gibt es nur für die Implantat Krone. Es gibt private Zusatzversicherungen, wie zum Beispiel die Barmenia, die in diesem Bereich so einige Kosten übernimmt.

In erster Linie sollte sich die Person in einem guten Gesundheitszustand befinden, damit die Wundheilung garantiert ist. Sie wird zum Beispiel durch Faktoren wie Stress, Nikotin, harte Drogen und Alkohol herabgesetzt. Eine weitere Voraussetzung für eine Implantation ist das Vorhandensein von Knochenmaterial im Kiefer.

Bei nur wenigem Angebot an Knochen sollten vor dem Eingriff gewisse Maßnahmen zum Kieferknochenaufbau getroffen werden. Der Zahnersatz ist für Menschen geeignet, die sich nicht mehr im Wachstum befinden. Daher ist er nicht für Kinder und Jugendliche zu empfehlen. Ansonsten können sich Erwachsene jeden Alters ein Implantat einsetzen lassen.

Behandlungsablauf

Implantatbehandlungen finden unter örtlicher Betäubung und steriler Abdeckung in einem speziell für die Zahnimlantation präparierten Raum statt. Nach dem Vorgespräch, der Bestandsaufnahme im Mund und einer eventuellen Vorbehandlung wird die OP vorgenommen:

1. Schritt: Anästhesie und Präparation des Raumes und des Personales nach hygienischen Standards.

2. Schritt: Das Zahnfleisch wird mit einem kleinen Schnitt geöffnet und der Kieferknochen freigelegt.

Ein Zahnimplantat in der Einheilphase im unteren Kiefer.
Das Implantat in der Einheilphase.

3. Schritt: Das Zahnimplantat wird in den Kieferknochen eingebracht. Meist wird es eingeschraubt.

  • Variante 1: Wenn möglich, wird auf den Kopf des Implantats ein Zylinder aufgebracht, der verhindert, dass das Zahnfleisch an dieser Stelle zuwächst.
  • Variante 2: Es kann nötig sein, dass das Zahnfleisch über dem Implantat fest vernäht werden muss. Bei einer zweiten OP wird es dann nach der Einheilphase wieder geöffnet.

Die Abheil- oder Einheilphase dauert beim Unterkiefer übrigens meist nur halb so lang als beim Oberkiefer.

4. Schritt: Nach der Einheilphase wird der sichtbare Zahnersatz wie Kronen und Brücken angefertigt und dann im Zahnimplantat verankert. Es kann mitunter nötig sein, Provisorien anzufertigen, damit das Zahnfleisch weiter abheilen kann und sich alles im Mundraum gut anpassen kann an die neue Situation im Kiefer. Hilfreich ist hier der Einsatz von einem:

Gingivaformer

Der Zahnfleischformer wird nach der Einheilzeit eingesetzt. Bei einer geschlossenen Einheilung fördert er eine gute Anlagerung an das Implantat.  Er wird auf das zuvor freigelegte Implantat aufgeschraubt. Der Implantatpfosten bleibt jedoch frei. Nach einer Woche wird der Gingiformer durch das Abutment getauscht. Dann wird ein Abdruck genommen.

Bei einer offenen Einheilung übernimmt der Gingiformer nach dem Einsetzen die Funktion des Zurückhaltens der Schleimhaut bis zur finalen Befestigung des prothetischen Implantataufbaus.

5. Schritt: Nachsorgeuntersuchung

Nun folgt die Erhaltungsphase, in der einmal pro Jahr die Implantate gründlich kontrolliert werden. Es wird empfohlen 2-3 mal pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung vornehmen zu lassen. Auch die Verwendung einer elektrischen Zahnbürste ist ratsam.

Röntgenaufnahme Implantat
So sieht das Implantat aus.

Die Vorteile eines Zahnimplantats

Mit der Implantation treffen Sie eine wichtige Entscheidung, einerseits, was den erforderlichen Eingriff angeht, andererseits, was die Implantat Kosten betrifft. Die Vorteile eines Implantats sind überzeugend:

  • Gute Stabilität
  • Der langfristige Erhalt von Knochen und Zahnfleisch: Durch den perfekten Kaudruck werden die Bereiche stimuliert und gut durchblutet.
  • Gute Kaukraftverteilung
  • Schöne Optik durch die Implantat Krone
  • Bessere Lebensqualität durch funktionsfähigen Zahn, der echt aussieht
  • Der aktuell langlebigste Zahnersersatz: Im Vergleich zu einem Zahn mit Wurzelfüllung weist das Implantat-Teil eine hohe Langlebigkeit auf. Die moderne Technik sorgt, dafür dass unsere Implantate immer robuster werden.

Risiken von Zahnimplantaten

Grundsätzlich sind die Operateure erfahren. Doch, wie bei jeder Operation, sind auch Risiken mit dem Eingriff verbunden:

Implantatrisiken wie Zahnimplantat-Schmerzen beim Eingriff

  • Allgemeine Risiken bei der Operation: Anhaltende Zahnschmerzen, Kieferknochenschmerzen, mögliche Begleiterscheinungen durch die Anästhesie
  • Im Oberkiefer können Komplikationen wie die Verletzung von Nasenboden und Kieferhöhle auftauchen
  • Im Unterkiefer können Nerven, hier speziell der Trigeminus-Nerv, verletzt werden
  • Erhöhtes Risiko bei Knochenaufbau: Ist die Knochendichte im Kiefer in der aktuellen Situation zu gering. wird zum Knochenaufbau oder Augmentation geraten. Gerade im hinteren Oberkiefer – Backenzahnbereich sind Knochenaufbauten deutlich schwieriger zu sehen als im Unterkiefer. Beim Setzen von Implantaten im hinteren Oberkiefer muss in vielen Fällen den Sinusboden, also die Trennwand zwischen Mund- und Kieferhöhle, angehoben werden. Diese Methode wird Sinuslift genannt und macht die Operation komplizierter. Daher stellen Knochenaufbauten aufwendige Operationen dar.

Implantatrisiken nach dem Eingriff

Gestörte Wundheilung

Ist das Zahnimplantat einmal gesetzt, verwächst es in der Einheilphase mit dem Kieferknochen. Kommt es in dieser Zeit jedoch zu erhöhter Belastung durch Faktoren wie harte, körperliche Arbeit, Stress und erhöhter Alkohol- sowie Nikotinkkonsum, dann kann dieser Prozess gestört werden und das Implantat kann verloren gehen. Zwischen 3-6 Monaten dauert der reguläre Einheilprozess beim gesunden Menschen.

Biologische Risiken

Abuntment und Titan
Das Abutment ist meist aus Titan

Ist die kritische Zeit der Einheilung einmal überstanden, kann es in seltenen Fällen zu Veränderungen und Entzündungen im umliegenden Gewebe kommen. Wird diese Abwehrreaktion nicht erkannt und behandelt, kann es zur Lockerung oder gar zum Verlust des Implantates kommen.

Mögliche Titan-Unverträglichkeit

Titan wird in der Implantologie eingesetzt, weil es eine sehr geringe allergene Potenz im Vergleich zu anderen Metallen aufsweist und generell sehr gut verträglich ist. Daher wird es ja für künstliche Hüfte und Knie eingesetzt.

Im Körper wird durch das Titanoxid eine normalerweise minimale immunulogische Abstoßreaktion ausgelöst, die vergleichbar ist mit Versuch des Körpers ist, einen Holzspan aus dem Fuß zu eliminieren.  Durch ausgeschüttete Zytokine, das sind körpereigene Entzündungsbotenstoffe in Form von Proteinen,  wird der Körper systemisch belastet durch die Abstoßreaktion. Im Normalfall ist der Grad der Abstoßung gering, doch es wurden Fälle beobachtet, bei denen die Reaktion heftiger waren. Es gibt einen Test, den man vornehmen kann, um die eigene Sensibilität oder Entzündungsbereitschaft zu messen:

LTT – Lymphozytentransformationstest

Bei dem Test wird analysiert, wie hoch die individuelle Abstoßungsreaktion auf Titanoxid ist. Der Titanstimulationstest ermittelt bei Patienten die genetisch bestimmte Bereitschaft zu Entzündungen, die eine Implantatabstoßung begünstigen.

Die verschiedenen Arten von Implantaten

Der Einsatz von Zahnimplantaten ist einer der fortschrittlichsten Methoden, um die optimale Kaufunktion und gleichzeitig die Stimulierung des Zahnfleisches und der Kiefermuskulatur zu erzielen. Natürlich verprechen sie auch eine hervorragende Ästhetik. Es gibt bei den Implantaten Unterschiede in Art und Form:

Die Implantatform 

In den letzten Jahren hat sich klar die Form einer Zahnwurzel herauskristalliert. Auch setzt man meist folgende Variante ein:

Das Schraubenimplantat

Das rotationssymmetrische Implantat wird in verschiedenen Varianten verwendet. Die positiven biomechanischen Eigenschaften des Schraubenimplantates sind selbstschneidende oder vorzuschneidende Gewinde, die eine gute Primärstabilität garantieren.

Innerhalb der Implantatformen unterscheidet man zwischen:

Einteiliges Implantat

Einteiliges Zahnimplantat
Das einteilige Implantat mit Kronen-Aufsatz

Das einteilige Abutment ist ein Implantat-System, bei dem der Implantataufbau in die Implantatschraube integriert ist. Zwischen den beiden Komponenten besteht kein Spalt und der Durchmesser dieses Implantates ist geringer. Außerdem benötigt es durch die schmale Form weniger Platz.

  • Vorteil:  Auch bei einem geringerem Anteil an Kieferknochen kann dieses Zahnimplantat verwendet werden. Man erspart sich somit den Kieferknochenaufbau. Es ist mechanisch sehr stabil. Für jede Indikation gibt es in diesem Bereich Variationen und verschiedene Größen. Das einteilige Implantat ist kostengünstiger.
  • Nachteil: Der Aufbau für die Zahnkrone kann bei diesem Implantat nicht individuell beschliffen werden. Durch das fehlende Abutment kann die Zahnkrone nicht optimal mit dem Implantat verankert werden, was eine eine große Rolle spielt für die optimale Funktion des Zahnersatzes und die Ästhetik.

Zweiteiliges Implantat

Die Klassiker der Implantologie – Das Gewinde steckt im Kieferknochen und das Abutment, also der herausragende Implantatteil, wird nach Abheilung mit der sogenannten Suprakonstruktion versehen. Damit ist die sichtbare Zahnkrone gemeint, die mit einer künstlichen Krone versehen wird. Lesen Sie hier mehr über Kronen.

  • Vorteil: Bei minderer Knochenstabilität können sie unbelastet einheilen. Ästhetisch anspruchsvolle Situationen können sehr gut gelöst werden. Bei einem zweiteiligen Implantat-System hätte man den Vorteil, das Aufbauteil so zu beschleifen, wie man es benötigt.
  • Nachteil: Höhere Kosten als das einteilige Stück. Es ist eine zweite Operation zur operativen Freilegung des Implantates nach dessen Einheilung erforderlich. Schraubenbrüche und Schraubenlockerungen sind möglich.
Wenn Sie andere Fragen zu den Zähnen haben, dann sind Sie bei uns an der richtigen Stelle. Unser Ziel ist es, Sie mit allen nötigen Informationen für die auf Sie zugeschnittene Zahnlösung zu versorgen.

Mini Implantate

Die Mini Implantate werden hauptsächlich bei Prothesen eingesetzt. Viele Patienten kommen mit im Mund losen Prothesen nicht zurecht. Beim Mini Implantat wird die herausnehmbare Prothese auf das Implantat aufgesteckt. Die Abkürzung dieser Implantate lautet MDI. Es handelt sich um ein einteiliges Implantat, was ca. 50 % weniger Kosten verursacht als ein zweiteiliges Implantat. Es hat den 3-Milimeter-Durchmesser eines 2-Cent-Stücks. Der große Vorteil dieses Pothesen unterstützenden Implantates ist der minimal invasive Eingriff. Innerhalb von maximal zwei Stunden wird das Implantat durch einen harmlosen Eingriff eingesetzt, was heißt, dass es durch einen kleinen Schnitt in den Kieferknochen implantiert wird  und es noch nicht einmal zu Blutungen kommt.

Das ist noch nicht alles….

Das Mini Imlantat wird ebenfalls zur Ergänzung für Menschen, die nicht mit normalen Implantaten versorgt werden können, eingesetzt. Wenn der Knochen schon sehr weit abgebaut ist und der Knochenaufbau nicht möglich ist oder wenn keine Implantation durchgeführt werden kann, dann kommen Implantate mit normalem Durchmesser nicht in Frage. Nur die Mini Implantate lassen sich auf einen schmalen, dünnen Kieferknochen implantieren. Man muss hier jedoch in Kauf nehmen, dass eine geringere Stabilität gegeben ist und dieser Zahnersatz keine Alternative zu regulären Implantaten darstellt.

Das Zahnimplantat ist eine Bereicherung
Die Kosten für Zahnimplantate sind recht hoch und variieren von Zahnklinik zu Zahnklinik.

Keramikimplantate

Heutzutage wird die metallfreie Zahnlösung nicht nur die Krone aus Keramik beliebt, sondern man verwendet auch gerne einteilige, konfektionierte Keramikabutments, die aus Zirkonoxid angeboten werden. Die Abutments werden in rein weiß oder dentinfarben angeboten, was besonders im Frontzahnbereich ausgesprochen gute, ästhetische Ergebnisse erzielt. Die sehr hohe Biokompatibilität von Zirkonoxid trägt zu einer verminderten Plaqueanlagerung bei.

Titan Implantat

In der Regel bestehen die meisten Implantate aus Titan, einem biokompatiblen Material für den Kieferknochen, das keine Allergien auslöst. Das Gerücht, dass ein Mensch eine Titanallergie haben kann, ist unsinnig, denn das Material ist bestens verträglich und wird in der Implantologie recht häufig eingesetzt.

3-D-Technologie

Sowohl Zahnärzte als auch Patienten profitieren heutzutage von der 3-D-Technologie, die ein großes Finanzgeschäft für Dentallabore und Zahnärzte darstellt. Der Patient spart Geld, bekommt sein Implantat direkt aus dem Drucker und hat wenig Wartezeiten. Diese Fertigungstechnik ist schon seit ein paar Jahren zur Serienanwendung geworden, da der Zahnersatz ab jetzt direkt aus dem Drucker und nicht aus einem Zahnlabor kommt, können niedrigere Kosten erzielt werden. Die 3-D-Technologie übernimmt in der Zahnmedizin folgende Bereiche:

  • 3-D-Scan – Technologie zur Anfertigung von digitalen Zahnmodellen
  • Zahnersatzproduktion mithilfe des 3-D-Druckers

Es bleibt abzuwarten, wie die Entwickungen in diesem Bereich verlaufen. Man rechnet damit, dass der Zahnersatz in den nächsten Jahren erheblich preiswerter werden wird.

Sofortimplantat

Ein Sofortimplantat wird direkt nach der Entfernung des Zahnes in den Kieferknochen eingesetzt. Sie sind dadurch speziell, weil man sie direkt mit einem Provisorium versehen oder in den bestehenden Zahnersatz integrieren kann. Das wäre im Falle einer Prothese sehr hilfreich. Mit dieser Maßnahme wird die sonst gängige Methode stark vereinfacht. Normalerweise wird nach der Einheilzeit in einer zweiten Operation der Kieferknochen wieder freigelegt, was mit dem Sofortimplantat nicht nötig ist. Das Implantat ist sofort belastbar.

Sofortimplantate und werden eingesetzt:

  • Bei früherer Implantation nach 6-8 Wochen Einheilzeit
  • Bei sofortiger Implantation an Tag der Extraktion

Straumann Implantate

Der europäische Marktführer für Sofortimplantate kommt aus der Schweiz und bietet im Rahmen der Digitalisierung qualitativ hochwertige 3-D-Implantate an. Die Firma offeriert eine breite Palette an Implantaten an.  Zum Beispiel werden Prothesenimplantate für einen zahnlosen Unterkiefer verwendet. Die Straumann AG setzt Technologien und Verfahren der CAD/CAM-Prothetik, intraorale Scans und computergeführte Chirurgie ein. Die Partnerkliniken dieser Marke sitzen unter anderem in Ungarn. Dort bieten sie kostengünstigere Zahnimplantationen als in Deutschland an, was einen gewissen Zahntourismus nach sich zieht.

stabile Implantatsysteme
Implantatsysteme sind sehr stabil

Implantat für den zahnlosen Kiefer

Für Patienten ohne Zähne kommt die Behandlung nach den folgenden Konzepten in Frage:

  •  SKY Fast & Fixed (von Bredent Medical)
  • All-on-4™ (von Nobel Biocare),
  • oder 4Comfort® (von Clinical House)

Es handelt sich dabei um die Versorgung zahnloser Kiefer auf Basis von nur 4 Zahnimplantaten. Dieses Konzept der Implantation ist preiswerter als das Implantieren eines Einzelimplantates.  ist im Gegensatz zu den Kosten für ein Einzelzahnimplantat oftmals preiswerter und bietet die Möglichkeit der Sofortbelastung des Kiefers, da in der Regel kein Knochenaufbau nötig ist.

Zahntourismus

Zahntourismus nach Polen, Türkei, Ungarn etc. ist nicht ungewöhnlich. Die Kliniken im Ausland werben mit sehr günstigen Preisen und sehr guten Verfahren. Der einzige Nachteil ist hier die fehlende Nachsorge vom gleichen Behandler, denn man müsste für jeden Termin dort hin reisen.

Fazit

Wir hoffen, dass Sie erste Einblicke gewinnen konnten in das Feld der Zahnimplantate.

Unser Tipp an Sie:  Ein Preisvergleich kann nicht schaden. Wir empfehlen Ihnen, sich bei mehreren Ärzten Angebote einzuholen. Das Thema Zahntourismus könnte für Sie eventuell interessant sein, wenn Ihnen die eingeholten Kostenvoranschläge in Deutschland zu hoch sind.  Tschechien ist ein besonders begehrtes Zahnbehandlungsziel. Wie dem auch sei, wenn Sie sich für ein Implantat entscheiden, dann wird diese Erfahrung Sie sicherlich bereichern.

Wenn Sie Probleme mit Paradontitis, Gingivitis, Pleuritis oder mit Mundgeruch haben oder gerne Ihre Zähne bleachen möchten, dann stehen wir von Dentaly.org gerne mit Rat und Tat zur Seite. Lesen Sie alles Wissenswerte und alle Antworten auf Ihre Fragen rund um das Thema Zahngesundheit bei uns. Dieser Artikel dient allerdings nur zur allgemeinen Information und nicht zur Selbstdiagnose. Eine gute Mundhygiene wirkt jedoch Wunder!

Informationen rund um das Zahnimplantat
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Sources